Truckracing.de  15/01/2017

Sascha Lenz: Rennfahrer, Schrauber und Familienmensch

Nach den letzten Erfolgen im Windpower Race-Truck ist der Nachwuchsfahrer aus Plaidt heiß auf den Nürburgring 

Übernächtigt, aber voller Tatendrang wirkt Sascha Lenz. Nach seiner Rückkehr vom 3. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship in Nogaro (Südfrankreich) gibt es für den 29-Jährigen im heimischen Plaidt keine freie Minute mehr. In seiner Rennwerkstatt feilt der Perfektionist weiter an seinem Erfolg und an einer noch besseren Abstimmung seines Windpower MAN Renntrucks. Es bleibt für ihn kaum Zeit zum Durchatmen und kaum eine ruhige Minute mit der Familie. Rund um die Uhr schraubt das gesamte Team Lenz am Renntruck. „Wir fiebern auf den Saisonhöhepunkt zu. Der Truck Grand Prix am Ring ist das absolute Highlight und außerdem unser Heimrennen. Da ist alles möglich. Vielleicht schaffen wir es ja auch aufs Podium“, betont Sascha Lenz. Dafür muss der mehr als 1.000 PS starke Windpower MAN Race Truck perfekt laufen. Aktuell macht die Hinterachse noch ein wenig zu schaffen. „Irgendetwas läuft nicht rund, sagt mir mein Gefühl. Da müssen wir noch mal ran“, so der Vater einer kleinen Tochter. Trotz der wenigen Stunden Schlaf, strotzt er vor Energie. „Das Team ist super motiviert. Wir freuen uns bis in die Haarspitzen auf das Rennen am Ring und auf unsere Fans. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die Unterstützung der Fans zu spüren. Das bringt auf jeden Fall noch die eine oder andere Sekunde.“ Derzeit liegt Sascha Lenz in der Europameisterschaft auf Rang sieben, in der Teamwertung (Lenz/Janiec) sogar auf Platz drei. Aber er ist heiß, er will mehr.

Familienmensch auf der Erfolgsspur 
Für den Erfolg arbeitet der Sohn des dreimaligen Europameisters Heinz-Werner Lenz akribisch an jedem Detail. Immer an seiner Seite: seine Mutter und Teammanagerin Silvia Lenz. „Bei uns ist Truck-Rennen Familiensache. Als Werner vor 25 Jahren in den Sport eingestiegen ist, war das eigentlich als kleiner Ausflug und Experiment gedacht. Aber schnell wurde daraus mehr – ein Dreh- und Angelpunkt in unserer Familie“, erzählt sie. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass Sohn Sascha, der jüngste Spross der Familie, schon früh mit dem Rennvirus infiziert wurde. „Wer mit 8 Jahren einen Lkw fahren kann, mit 10 einen Renntruck auf dem Waschplatz und durch das Fahrerlager lenkt, der muss doch einfach auf die Rennstrecke“, so Vater Werner Lenz.
Die Familie ist eine eingeschworene Gemeinschaft, die für den gemeinsamen Erfolg lebt: „Wir gewinnen im Team und wir verlieren im Team“, sind sich Silvia und Sascha einig. Ein echter Familienclan, der sich gegenseitig unterstützt. Und das ist auch notwendig. „Wir sind das kleinste Team im gesamten Truck-Race-Zirkus. Andere fahren mit zehn Mechanikern zum Rennen, wir haben manchmal nur zwei vor Ort. Umso mehr freuen wir uns über das Sponsoring von Windpower – wir könnten das sonst alles nicht stemmen,“ erklärt Sascha. „Sascha ist ein sympathischer Typ, der bodenständig und sehr gewissenhaft arbeitet. Er und das gesamte Team sind kompetent, zuverlässig und immer nah an den Fans – mit diesen Eigenschaften repräsentiert das Team perfekt das Unternehmen Bohnenkamp und die Lkw-Reifen der Marke Windpower“, erläutert Henrik Schmudde, Marketingleiter der Osnabrücker Bohnenkamp AG, dem Exklusivhändler von Windpower-Reifen in Deutschland.

Talent und Können hat Sascha Lenz zweifelsfrei von seinem Vater mitbekommen. Doch darauf kann er sich nicht mehr ausruhen: „Früher ging es viel um Gefühl und Mechanik, heute sind die Trucks computergestützt. Neben dem Instinkt des Fahrers spielt also auch die Datenanalyse eine entscheidende Rolle. Außerdem waren die Trucks früher beweglich wie eine Ziehharmonika, heute sind sie eher steif“, erklärt er. Daher ist das Fahrverhalten ein ganz anderes. Käme der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit einem Truck dieser Größenordnung klar? Sascha Lenz bleibt bescheiden: „Er hat das Fahrgefühl und ist technisch gut. Er würde das packen.“ Umgekehrt macht er sich schon mehr Gedanken: „An die Geschwindigkeit der Formel 1 müsste ich mich erst einmal gewöhnen.“

Hohe Qualität vom Team und von Windpower-Reifen 
Sascha Lenz lebt für seinen Sport, die Faszination der Rennen lassen ihn nicht mehr los. Power und Emotionen des Motorsports sind auch für die Marke Windpower ein wichtiges Argument. „Darum haben wir im letzten Jahr den ultimativen Test mit unseren Reifen durchgeführt“, erläutert Henrik Schmudde. Auf einer echten Windpower-Straßenkarkasse, die mehr als 100.000 Kilometer gelaufen hatte, haben Experten einen neuen Rennreifen aufgebaut und den Truck damit 20 Runden auf dem Nürburgring fahren lassen. „Das Ergebnis war beeindruckend. Der Reifen zeigte die gleiche Performance wie ein neuer Rennreifen des Seriensponsors. Ein Beleg für die hohe Qualität unserer Windpower-Reifen“, so Schmudde. Qualität und Erfolg sind auch die Schlüsselwörter in der gemeinsamen Partnerschaft: „Eine echte Win-Win-Situation“, freut sich der Marketingleiter der inzwischen so wie das ganze Windpower-Team vom Rennvirus infiziet ist. Für das Rennen am Nürburgring hofft er auf eine gute Platzierung: „Es wäre toll, wenn sich die harte Arbeit von Sascha und seinem Team auszahlen würde“, so Schmudde. 

Henrik Schmudde, Marketingleiter der Osnabrücker Bohnenkamp AG, dem Exklusivhändler von Windpower-Reifen in Deutschland und seit 2010 Hauptsponsor für das S.L. Truck Racing Germany, äußert sich zu der gemeinsamen Partnerschaft:

1. Warum engagieren sich die Bohnenkamp AG und Windpower in der FIA-Truck-Race-Serie?
Die Truck-Race-Serie ist nicht nur in Deutschland sehr populär, sondern zieht in ganz Europa – überall da, wo wir exklusiv das Windpower-Reifensortiment vertreiben – regelmäßig eine große Fangemeinde an. Nicht zuletzt deshalb ist die FIA-Truck-Race-Serie für uns eine erstklassige Plattform. Bei kaum einer anderen Veranstaltung können wir die Lkw-Reifen von Windpower in einem so emotionalen Umfeld einem fachkundigen Publikum präsentieren.

2. Warum haben Sie sich für das Team Lenz entschieden?
Sascha Lenz gilt als einer der talentiertesten Nachwuchsfahrer in der Szene. Zudem ist das Team Lenz als echter Familienbetrieb und kleinstes Team in der gesamten FIA-Truck-Race-Serie sehr authentisch und publikumsnah. Es beeindruckt uns immer wieder, mit wie viel Engagement, Können und Perfektionismus das gesamte Team an die Aufgaben herangeht. Eine Einstellung, die hervorragend zu uns und zu dem Produkt Windpower passt. 

3. Wie lange werden Sie das Team um Sascha Lenz noch unterstützen?
Solange wir das Gefühl haben, dass wir zusammenpassen und etwas bewegen können. Wir arbeiten miteinander sehr offen und partnerschaftlich. Gegen Ende der aktuellen Saison reden wir über das nächste Jahr. So haben wir es seit 2010 jedes Jahr gehalten und so machen wir es auch dieses Mal. Aktuell sehe ich keinen Grund, warum wir nicht auch 2017 ein Teil des Teams sein sollten.

Quelle: http://www.windpower-tyre.com/lkw-reifen/pressemeldungen/pressemeldungen/sascha-lenz-rennfahrer-schrauber-und-familienmensch/

Sascha Lenz mit Henrik Schmudde, Leiter Marketing Bohnenkamp.

Gelungener Auftritt von Windpower auf dem Nürburgring

Am letzten Juni-Wochenende fand auf dem Nürburgring der 30. Internationale ADAC Truck-Grand-Prix statt. Mittendrin und auch auf der Strecke dabei: Die Bohnenkamp AG mit einer Produktpromotion für die LKW-Reifen der Marke Windpower. So sorgte einerseits auf der Strecke das, von Bohnenkamp und Windpower gesponserte, S.L. Truck Racing Team um Vater Heinz-Werner und Sohn Sascha Lenz für viel Spannung und abseits der Strecke boten die beiden Stände von Bohnenkamp viel Information und Aktion.

Auffällige Race-Trucks begeisterten
An den drei Renntagen fieberten über 100.000 Besucher mit ihren Favoriten. Dazu gehörten auch und besonders die beiden Lokalmatadoren Heinz-Werner Lenz und sein Sohn Sascha. Die auffällig in Orange lackierten Renntrucks der beiden setzten nicht nur farblich starke Akzente. In diesem Jahr konnte Sacha Lenz in einem der Rennen um den ADAC Mittelrhein-Cup den dritten Platz erreichen und das im Rahmenprogramm stattfindende Stop&Go-Rennen gewinnen. Dadurch, dass Sascha Lenz in diesem Jahr dank der Unterstützung von Bohnenkamp und Windpower nicht nur im ADAC Mittelrhein-Cup, sondern erstmalig auch in der Europameisterschaft, der FIA European Truck Racing Championship, mitfahren kann, waren die Trucks das ganze Wochenende auf der Strecke sehr präsent und erzielten eine hohe Aufmerksamkeit.

Großer Andrang
Auch abseits der Strecke konnten die Windpower-Produkte überzeugen. Auf seinen zwei Ständen verzeichnete Bohnenkamp einen großen Besucherandrang. Dabei sorgten sowohl die Windpower-Produkte als auch das aktionsgeladene Programm für lange Schlangen. Eines der Highlights auf dem Stand war sicherlich die Autogrammstunde mit Heinz-Werner und Sascha Lenz. Insgesamt wurden am Rennwochenende mehr als 4.000 Windpower-Caps an die Besucher verteilt, was dafür sorgte, dass Windpower auf dem gesamten Gelände nicht zu übersehen war. Dazu Henrik Schmudde, Leiter Marketing bei Bohnenkamp: „Das war für uns ein super Rennwochenende. Es ist uns gelungen die Marke Windpower auf und abseits der Strecke hervorragend in Szene zu setzen. Besonders hat mich die tolle Performance von Sascha und Hans-Werner gefreut. Das Team hat einen super Job gemacht, und dadurch die Marke weiter gestärkt. Ein großes Dankeschön an alle!“

 

Quelle: Bohnenkamp AG

Truck Race Europameisterschaft Sascha Lenz will es wissen

Sascha Lenz war lange auf der Suche nach einem Race Truck für die Saison 2015. Bei Anthony Janiec wurde er am 11. April schließlich fündig. Innerhalb von nur vier Wochen machten er und sein Team den MAN-Truck fit für die neue Saison und konnten in Spielberg erstmals an den Start gehen.

Erst war es eine Geduldsprobe, dann wurde es harte Arbeit. Sascha Lenz, Sohn von Truck Race-Haudegen Werner Lenz, war lange auf der Suche nach einem leistungsstarken Truck für die Race-Saison 2015. Er wusste: Mit seinem alten Mercedes-Hauber würde er im Feld der Europameisterschafts-Boliden keine Chance haben. Deshalb suchte der 28-jährige Abschleppunternehmer nach einer Alternative. Für den letztjährigen Dritten der niederländischen Truck Race-Meisterschaft kam aber nur ein erstklassiges Gefährt infrage. Bei Anthony Janiec wurde er fündig: Ellen Lohrs letztjähriger MAN-Truck stand zum Verkauf, Lenz zögerte nicht lange und schlug zu. Am 11. April kaufte er den Truck vom Team Janiec – ziemlich spät, denn der Start der Truck Race Europameisterschaft stand schon kurz bevor.
 
Was nun geschah, kann man nur mit echter Rennleidenschaft erklären. Vier Wochen werkelten Lenz und sein Team Tag und Nacht an dem Truck, um ihn für die Truck Race Europameisterschaft fit zu bekommen. Dennoch: Für den Start beim Saisonauftakt in Valencia war es zu spät. In Spielberg war man aber schließlich dabei. Der Erfolg hielt sich in den ersten Rennen noch in Grenzen, was auch daran lag, dass in der Kürze der Zeit, Truck und Motor noch nicht ideal eingestellt werden konnten. Eine Woche später in Misano lief es dann zunächst wesentlich besser und Lenz konnte mit seinem orangefarbenen MAN-Boliden seine ersten Punkte in dieser Saison einfahren. Das selbstgesteckte Saisonziel unter die Top Ten Europas zu kommen, schien plötzlich wieder realistisch.

 

Crash dämpft Hoffnungen von Sascha Lenz

Doch dann kam noch in Misano der Dämpfer für alle Hoffnungen. Sascha Lenz wurde in einen Crash verwickelt, bei dem es Hinterachse und Chassis seines Truck komplett verzog. Nun ist erneut erstmal Reparieren und Tüfteln angesagt. Teamsprecher Fränk Dall’o sagt: „Wir hoffen, den Truck in drei Wochen für Nogaro wieder flott zu bekommen, es kann aber auch bis zum Truck Grand Prix auf dem Nürburgring dauern. Es werden auf jeden Fall wieder harte Tage und Nächte.“
 
Drücken wir Sascha Lenz die Daumen, dass er seinen Truck bis spätestens zum Nürburgring-Wochenende wieder startklar bekommt, denn für den Mann aus Plaidt in der Eifel wären die Rennen in der Grünen Hölle gleich in doppelter Hinsicht ein Heim-Grand-Prix.

 

Autor:

Foto:  S.L. Truck Racing Team

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